CO2-Kompensation, auch bekannt als Klimakompensation, ist eine Möglichkeit, aktuell ausgestoßene Treibhausgasemissionen auszugleichen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die bereits entstandenen Treibhausgasemissionen in unserer Atmosphäre damit verschwinden, sondern dass sie in Zukunft durch Klimaschutzmaßnahmen oder -projekte eingespart werden.

Eines vorweg, wir produzieren pro Kopf in Österreich – und allgemein in Europa – viel zu viele CO2-Emissionen und treiben somit den Klimawandel stetig an. Wenn wir nichts verändern, werden wir die von der Wissenschaft bestätigten dringenden Ziele einer Reduktion nicht erreichen, was zu katastrophalen Veränderungen auf unserer Erde führen wird.

Wenn es um den Ausstoß von CO2-Emissionen geht, sollten wir also immer folgende einfache Regel beachten:

Wie funktioniert CO2-Kompensation?

Durch CO2-Kompensation sollen nicht vermeidbare CO2-Emissionen durch bestimmte Maßnahmen und Projekte in Zukunft eingespart werden.

Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten der CO2-Kompensation:

1. Zukünftige Vermeidung oder Verringerung von CO2-Emissionen mithilfe von Klimaschutzmaßnahmen oder Projekte
2. Zukünftige Speicherung von CO2 in sogenannten Kohlenstoffsenken. Das beste Beispiel einer Kohlenstoffsenke ist dabei ein Wald.

Aufforstung ist also eine Möglichkeit der CO2-Kompensation. Dabei ist aber wichtig, dass eine Aufforstung nur dann CO2 kompensiert, wenn der gebundene Kohlenstoff nie wieder in die Atmosphäre zurückgelangt.

Klimaschutzprojekte hingegen sind Projekt, die langfristig CO2-Emissionen einsparen. Dazu zählt zB der Ausbau von erneuerbaren Energien. Aber gerade Projekte in Entwicklungsländern, die neben der Einsparung von CO2 auch noch einen positiven sozialen Effekt haben, sind weit verbreitete Möglichkeiten der CO2-Kompensation, zB die Bereitstellung von effizienten Öfen für Haushalte in Nigeria.

Wie kann ich als Privatperson CO2 kompensieren?

Es gibt bereits sehr viele Anbieter*innen, die dir transparent und einfach die Möglichkeit bieten, deine ausgestoßenen CO2-Emissionen zu kompensieren. So zB über die Klimakompensationsprojekte der BOKU Wien.

Dazu berechnet man im ersten Schritt die Menge der ausgestoßenen CO2-Emissionen. Über unseren CO2 Rechner kannst du deine Menge an CO2 ausrechnen, die du bei deiner Reise mit deinem Wohnmobil ausgestoßen hast. Dies kann man aber auch für Flugreisen oder seinen gesamten jährlichen CO2-Fußabdruck machen. Auf den jeweiligen Klimakompensationsseiten kannst du dann genau sehen, für welchen Beitrag (Spende) du deinen ausgerechneten CO2-Ausstoß kompensieren kannst und bei welchen Projekten oder Maßnahmen dein Geld eingesetzt wird.

Denke aber immer daran: Deine ausgestoßenen CO2-Emissionen sind damit nicht verschwunden, sondern werden erst in Zukunft eingespart oder gespeichert. Der Klimawandel findet aber bereits jetzt statt, daher müssen wir uns auch jetzt dafür einsetzen, dass wir unseren CO2-Ausstoß so gut es geht verringern.

Wie kann ich bei Reisen mit dem Wohnmobil CO2-Emissionen einsparen?

Beim Reisen mit dem Wohnmbil entstehen zwangsläufig durch die Verbrennung von Treibstoff CO2-Emissionen. Um diese zu reduzieren, müssen wir unseren Spritverbrauch so gering wie möglich halten. Und so kann dir das gelingen:

Konstante und gemütliche Fahrweise

Wenn es um Spritverbrauch geht, kann die eigene Fahrweise einen großen Unterschied machen. Beim häufigen Beschleunigen und bei einer schnellen Fahrweise steigt der Spritverbrauch enorm an. Wenn möglich, fahre also ein konstantes und gemütliches Tempo. So ist zB bei 130 km/h der Spritverbrauch im Schnitt um 30 % höher als bei 100 km/h.

Optimaler Reifendruck

Ein zu niedriger Reifendruck führt zu einem höheren Rollwiderstand und damit zu einem erhöhten Spritverbrauch. Bereits 0,5 bar zu wenig führen bis zu 5 % mehr Spritverbrauch.

Auf die Aerodynamik achten

Dachbox, Surfbretter, Boote, Fahrräder usw. Umso mehr auf dem Dach oder am Heck transportiert wird, umso mehr steigt der Spritverbrauch – vor allem bei erhöhtem Tempo.

Eine Dachbox führt zB zu einem Mehrverbrauch von bis zu 20 %. Bereits ein leerer Dachgepäckträger ohne Ladung führt zu 10 % mehr Spritverbrauch. Wenn also möglich, transportiere diese Dinge eher im Wohnmobil und nicht auf dem Dach, oder – wie oben schon erwähnt – achte sonst dabei auf ein gemütliches Tempo unterwegs.

Gewicht reduzieren

Alles, was nicht unbedingt im Urlaub mit dabei sein muss, sollte man auch nicht mitnehmen. Pro zusätzliche 100 kg Gewicht steigt der Verbrauch um etwa 0,3 l.

Motor bei längeren Wartezeiten ausschalten

Steht man im Stau oder an einem Bahnübergang, lohnt es sich häufig den Motor auszuschalten. Der Verbrauch im Leerlauf liegt bei ca. 0,8 – 1,5 l/h.

Klimaanlage und Heizung

Die Klimaanlage sowie die diversen Heizsysteme (Sitz-, Heckscheiben-, Außenspiegelheizung usw.) brauchen Strom, welche durch den Mehrverbrauch von Sprit erzeugt wird. Das kann je nach Bedingung zwischen 5 und 20 % mehr Spritverbrauch ausmachen. Nutze diese daher, wenn möglich, nur dann, wenn du sie wirklich brauchst.

Kurzstrecken vermeiden

Vermeide am Zielort Kurzstrecken mit dem Reisemobil. Nimm dir, wenn möglich, Fahrräder mit (bei kurzem Anreiseweg) oder leihe dir welche vor Ort (bei langem Anreiseweg).

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