Nachdem Leonard sich im Zuge seiner Masterarbeit intensiv mit den negativen Auswirkungen des Tourismus und dem Thema nachhaltigen Tourismus auseinandergesetzt hat, wird er hin und wieder als Speaker zu diesen Themen herangezogen.

Am Ende eines jeden Vortrags geht es immer um die Möglichkeiten, wie man als Reisende*r nachhaltiger unterwegs sein kann. Wir haben euch diese Möglichkeiten nachfolgend zusammengefasst:

Tipp 1: Reise respektvoll

Denk immer daran: wenn ich Reisende*r bin, wer sind meine Gastgeber*innen?

Informiere dich über dein Reiseziel:

  • Welche Normen und Konventionen gelten hier?
  • Gibt es Kleidungsvorschriften in der Öffentlichkeit?
  • Welche Umgangsformen gelten hier?
  • Wie und wo gebe ich Trinkgeld?
  • Ganz wichtig: lerne ein paar Worte in der Landessprache!

Weitere hilfreiche Infos unter www.fairunterwegs.org

Tipp 2: Bewusst einkaufen und packen

Leihen/Mieten anstatt Kaufen: www.usetwice.at
Versuche nachhaltig einzukaufen: www.avocadostore.at

  • Packe nur ein, was du wirklich brauchst! Denn weniger Gewicht bedeutet für dich weniger zu tragen und weniger Emissionen beim Transport.
  • Verwende Naturkosmetik (vor allem bei Sonnencreme). Deine Haut und die Natur danken es dir!
    Persönliche Link-Empfehlung dazu: www.consumerswhocare.de
  • Verwende die App Codecheck
  • Halte Ausschau nach Bio-Zertifikaten oder Labels wie EcoCert

Tipp 3: Wähle das richtige Transportmittel

Bei einer Reise hat die An- und Abreise die größten Auswirkungen auf die Umwelt. Daher ist es umso wichtiger welche Transportmittel man wählt. Bei der Seite fromAtoB kannst du die CO2-Emissionen der gewählten Transportmittel sofort sehen. Versuche, so gut es geht auf das Flugzeug zu verzichten und eher näher gelegene Reiseziele zu wählen.

  • Reise vorwiegend mit Bus und Bahn oder mit mehreren Personen im Auto/Camper
  • Stelle deine eigenen Regeln auf: keine Flüge unter 1000km, oder nur alle 2 oder 3 Jahre eine Reise mit dem Flugzeug
  • Wenn du fliegst, kompensiere deinen Flug (zB über Atmosfair oder Klimakollekte) und bleibe länger am Reiseziel
  • Bleib länger an deinem Reiseziel
  • Vermeide das Reisen mit Kreuzfahrtschiffen

Tipp 4: Buche nachhaltige Unterkünfte

Achte auf Zertifikate! Hier findest du die wichtigsten Zertifikate für nachhaltigen Tourismus.

Frage dich:

  • Was kannst du tun, damit die einheimische Bevölkerung miteinbezogen wird und profitiert?
  • Welche Zertifikate gibt es?

Hier kannst du nachhaltige Unterkünfte buchen:

Tipp 5: Unterstütze die lokale Wirtschaft

Achte darauf, dass dein ausgegebenes Geld im Urlaub auch den Einheimischen in der bereisten Region zukommt. 

  • Buche einheimische Unterkünfte (meistens triffst du dabei auf echt liebe Menschen)
  • Geh in den Restaurants der Einheimischen essen (dort schmeckt es meistens auch besser und ist günstiger)
  • Kaufe bei einheimischen Märkten ein
  • Buche Touren mit einheimischen Tourguides
  • Vermeide All-Inclusive-Resorts

Tipp 6: Vermeide Müll

Vor allem in Entwicklungsländern gibt es oft kein Abfallmanagement wie bei uns – der Abfall wird oft einfach in der Natur entsorgt oder verbrannt. Dies trägt zu Gesundheitsrisiken und zur Luftverschmutzung bei.

  • Verwende deine eigene Trinkflasche.
  • Benutze beim Einkaufen dein eigenes Einkaufssackerl (du kannst damit ein Vorbild für andere sein).
  • Lass Verpackungsmüll zuhause
  • Entsorge Sondermüll (z.B. Batterien oder kaputte Elektrogeräte) richtig oder nimm ihn sonst mit nach Hause.

Tipp 7: Geh sparsam mit Wasser und Strom um

  • Vor allem in der Trockenzeit herrscht in manchen Ländern starker Wassermangel. Hier ist es umso wichtiger, Wasser zu sparen, damit die Einheimischen diese wichtige Ressource nicht verlieren!
  • Und wir alle wissen, dass die Handtücher in Hotels nicht täglich gewaschen werden müssen (macht wohl auch zuhause niemand)

Tipp 8: Werde aktiv!

Schau, wie du auch an deinem Urlaubsort selbst etwas beitragen kannst:

Wenn du dich noch weiter in dieses Thema einlesen willst, findest du hier die Masterarbeit von Leonard zum Thema “Sustainable tourism among young adults” zum Download.

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